Dienstag, 6. Juni 2017

~op jück~ Antwerpen

Was machen vier Freundinnen, um mal wieder richtig viel Zeit miteinander zu verbringen? Sie mieten sich eine Airbnb Wohnung in Antwerpen und machen sich auf zu einer wunderbaren Städtetour.


Meine Ansage vor der Abreise war: "Jeder nur eine Tasche, ich habe ein kleines Auto". Die Antwort kam prompt: "Und wo soll das ganze Essen hin?!?!" Sagen wir so: Die Damen haben sich tatsächlich Bekleidungstechnisch zurückgenommen, sie haben es sich aber nicht nehmen lassen einen risesigen Korb mit Reiseproviant mit zunehmen. Schließlich sollte die Autofahrt drei Stunden dauern und man weiß ja nicht, was da so alles passieren kann.


Die Autofahrt verlief absolut problemlos und dank des Proviantkorbes auch ohne größere Hungerattacke. Unsere Wohnung stellte sich als riesige Altbauwohnung heraus. Uns erwarteten zwei riesige Wohzimmer, die zum rumlümmeln und quatschen nur so einluden. Eine tolle Küche mit großem Esstisch und 2 Schlafzimmer mit jeweils separaten Badezimmern. Kaum war die Wohnung ausreichend begutachtet, machten wir uns auf den Weg den ortsansässigen Delhaize auszuplündern. Wir kauften für Abendbrot und Frühstück ein und machten es uns in unserem Wochenende-Zuhause so richtig gemütlich.









Am nächsten Tag startete unsere Tour durch Antwerpen. Eine wirklich wunderschöne Stadt, die viel größer ist als ich zuvor angenommen hatte. In dieser Stadt kann man unheimlich schön spazieren gehen und dabei viele Dinge entdecken. Schöne und vor allem individuelle kleine Läden, nette Kaffees und schicke alte Häuser.

Relativ schnell wurde uns klar, dass wir uns zuvor überhaupt nicht mit der Geschichte und den Besonderheiten von Antwerpen auseinander gesetzt hatten. Völlig überrascht, dass es so viele Diamanten Geschäfte gibt, wurden wir dank Wikipedia schnell aufgeklärt, dass Antwerpen das weltweit wichtigste Zentrum für die Verabeitung und den Handel von Diamanten ist. Das ich hier eine eklatante Wissenslücke hatte, bemerkte ich nochmals als ich aus Antwerpen zurück war. Jedem dem ich erzählte, dass ich in Antwerpen war entgegnete mir "Antwerpen, die Diamantenhauptstadt". Außerdem haben wir gelernt, dass in Antwerpen die größte jüdische Gemeinde Europas lebt. Wenn man durch das jüdische Viertel fährt/ geht, dann sieht man an jeder Ecke orthodoxe Juden in ihrer typischen Kleidung. Sehr beeindruckend und habe ich in dieser Form noch nie bewusst wahrgenomen. So gesehen, war der Trip auch eine kleine Bildungsreise.


Unser Streifzug durch Antwerpen führte uns zuerst zum Bahnhof. Ein wunderschönes Gebäude, was man so nur sehr selten zu Gesicht bekommt. Dieser Bahnhof ist tatsächlich ähnlich schön und beeindruckend wie der in New York, quasi die kleine Schwester. Danach setzten wir unseren Streifzug durch Antwerpen fort, bestaunten die schönen Häuser, quatschten fröhlich vor uns hin und genossen das Wetter. Unser Weg führte zum exotischen Markt, der mit allerhand tollen Lebensmitteln aus aller Welt aufwartete.




Nachdem wir bereits eine beachtliche Strecke zurück gelegt hatten, machte sich ein kleines Hüngerchen breit und wir kehrten im Café Tinsel ein. Wir stärkten uns mit Kaffee und Kuchen, um für den restlichen Tag gewappnet zu sein.


Im Café Tinsel gibt es ganz vorzüglichen Kuchen, den wir sehr genossen. Weiter ging unser Spaziergang an diversen Geschäften vorbei. Hier und da schauten wir rein, bummelten ein bisschen und erfreuten uns an den diversen Dekoläden.



Am frühen Nachmittag machte sich erneut Hunger breit und wir machten uns auf den Weg zu Mercado. In einer riesigen Halle gibt es diverse Stände mit Gerichten aus aller Welt. Ich hatte leichte Reitzüberflutung und konnte mich nicht entscheiden, was ich essen sollte. Vietnamesich? Libanesisch? Waffeln? Letztendliche entschied ich mich für ein Smörrebröd mit Kartoffeln und Schrimps. Sehr köstlich war das!





Vor der großen Fahrt hatten wir uns vorgenommen, dass wir Abends auf alle Fälle auch mal ausgehen. Was soll ich sagen? Nach einem ganzen Tag unterwegs in der Stadt, waren wir Abends so platt, dass wir einfach quatschend unsere Wohnung genossen.

Am letzten Tag unserer Reise machten wir uns auf Richtung Hafen. Denn dort befindet sich der Sint-Anna Tunnel. Zum Tunnel gelangt man über hölzerne Rolltreppen. Diese Rolltreppen sind wirklich etwas ganz besonderes und Menschen mit Höhenangst müssen sich an einem Mitreisenden festhalten. Die Rolltreppen führt 31 Meter unter die Oberfläche. Unten im Tunnel angelangt ist ganz schön etwas los. Man muss nämlich aufpassen, dass man nicht vo Fahrradfahrern überfahren wird. Denn die dürfen den Tunnel ebenfalls nutzen.



Nach einem kurzen Spaziergang durch die Stadt, war unsere Reise dann leider viel zu schnell vorbei. Mit mir hat Antwerpen auf alle Fälle einen Fan mehr und ich werde sicherlich nochmals wieder kommen.



Meine Tipps für Antwerpen:

Sehenswürdigkeiten
Zoo Antwerpen, Koningin Astridplein 20-26, 2018 Antwerpen
Bahnhof Antwerpen, Koningin Astridplein 27, 2018 Antwerpen
Rathaus von Antwerpen
Rubenshaus
Sint Annatunnel
Hafen 
Jüdisches Viertel

Essen/ Cafés
Exotischer Markt ,Theaterplein, 2000 Antwerpen
Mercado, Groenplaats 43, 2000 Antwerpen
Café Tinsel, Vlaamsekaai 40 · 2000 Antwerpen
 
Shopping
  
Kloosterstraat,
Wunderkammer, Steenhouwersvest 13, 2000 Antwerp
Dille Kamille, Vleminckstraat 9, 2000 Antwerpen
Hay, Ijzerenwaag 12a, 2000 Antwerpen
Alles Liebe,
Eva

Kommentare:

  1. Die Wohnung sieht ja echt toll aus! Da hattet ihr aber Glück :)
    Ich war noch nie in Antwerpen, werde mir deine Tipps für den Fall der Fälle aber mal merken, du hast mich jetzt nämlich echt ein bisschen für die Stadt begeistert :)
    Liebe Grüße,
    Leni :)
    http://www.sinnessuche.de

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    1. Hallo Leni! Antwerpen ist eine Reise wert! Danke für Deinen Kommentar. LG

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